„Blütenpracht – (nicht nur) im Teutoburger Wald“

Alexander Luger präsentiert eine Auswahl seiner Aufnahmen zur „Blütenpracht – (nicht nur) im Teutoburger Wald“.

Es ist kurz nach Sonnenaufgang um 6:00 Uhr an einem Sonntag Morgen, und die ersten Strahlen erhellen die Pflanzen und den leichten Tau. 

Auf dem Objektiv befinden sich ein paar Tropfen – fertig ist das Bild der Orchidee mit Seifenblase. Durch das Gegenlicht erstrahlen die Wassertropfen und glänzen. Indem ich mit dem Gegenlicht spiele, kann ich die Tautropfen glänzen lassen oder, wenn die Sonne durch das Blätterwerk scheint, mit großer Blendenöffnung Lichtkringel zaubern. 

Ein paar Minuten später entdecke ich das gefleckte Knabenkraut, das genügend Abstand zum Gras und etwas Seitenlicht hat, wodurch ich einen weichgezeichneten, verschwommenen grünen Hintergrund entstehen lassen kann. Die gleiche Vorgehensweise habe ich beim Bienenragwurz angewendet.

Die goldene Anmutung in den  Fotos ergibt sich, wenn die Sonne schon ein wenig höher steht. 

Es gab Gerüchte über eine riesige Menge Märzenbecher. Daraufhin bin ich 400 km weit gefahren, um sie zu fotografieren. Als ich ankam, sah ich, dass sich die lange Anfahrt gelohnt hat. Blauer Himmel, späte Sonne kurz vor Sonnenuntergang, aber nur ca. eine 3/4 Stunde Zeit, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu nutzen. Also keine Zeit verlieren! Wie bei der Aufnahme vom Leberblümchen im Abendlicht spielte ich mit dem Gegenlicht, um die kleinen niedlichen Planzen in Szene setzen. Ein kleines braunes Buchenblatt vor der Linse und ein Bachlauf im Hintergrund des Leberblümchens, dazu Gegenlicht: fertig ist ein Bild, auf das ich knapp zwei Jahre gewartet hatte

Eine große Bitte an dieser Stelle. Da ich (leider mal wieder) feststellen musste, dass streng geschützte Pflanzen abgeschnitten wurden: BITTE die Pflanzen weder pflücken, noch ausgraben. Teilweise benötigen die Pflanzen ganz bestimmte Umstände, damit sie überhaupt wachsen können! Ausgegrabene Pflanzen wie das Knabenkraut werden zu 100% eingehen.

Wir möchten uns doch alle auch in Zukunft an der Schönheit dieser Pflanzen erfreuen.

BITTE gehen Sie vorsichtig mit der Natur um!

Alexander Ludger